Faire Heißgetränke im Bernhausener Anker

2015_Anker_1Das Gasthaus Anker in Bernhausen hat lange Tradition. Wer im gemütlichen Gastraum die Speisekarte studiert, dem fällt auf, dass hier auf gute, nachhaltige Zutaten Wert gelegt wird: das Fleisch stammt hauptsächlich vom Hohenloher Weiderind und vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein.

In dieser Denke ist es nur konsequent, auch bei Getränken auf Regionalität und Fairness zu achten. So war es für die Chefin Silvia Forlano eine Selbstverständlichkeit, auch in ihrem Betrieb einen Beitrag zur Initiative „faires-filderstadt“ zu leisten. Auf der Getränkekarte finden Fairtrade-Fans nun Ingwer-Zitronen-Tee und heiße Schokolade aus fairem Handel.

Die Initiativgruppe hat ihre Arbeit beendet.

Die Initiativgruppe hat ihre Arbeit beendet.

Darauf freuen wir uns schon in der kalten Jahreszeit. Zwischenzeitlich lädt der frisch renovierte Biergarten zum Verweilen ein. Das gemütliche Ambiente nutzte auch die Initiativgruppe. Sie verlegte ihre letzte Sitzung im Juli kurzerhand in den Anker.

http://www.anker-bernhausen.de

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Am 27. Juli wird Filderstadt „Fairtrade Town“

In der nächsten Gemeinderatssitzung wird es offiziell: die Stadt erhält die Urkunde und wird somit auch Fairtrade Town – wie bereits über 300 andere Städte in Deutschland. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, am Montag, den 27. Juli um 18 Uhr ins Bürgerzentrum Bernhausen zu kommen. Für die Zertifikatübergabe sind ca. 30 Minuten angesetzt.

Die Koordinatorin der Steuerungsgruppe bedankt sich bei der Steuerungsgruppe und bei den Vertreterinnen und Vertretern aller Schulen, Vereine, Kirchengemeinden, Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomischen Einrichtungen und Verwaltungsdienststellen, die bei der Kampagne „ff faires filderstadt“ aktiv mitgewirkt haben bzw. sie unterstützt haben.

Ein besonderer Dank gilt der Initiativgruppe für ein 2-jähriges Engagement und dem Referenten für Bürgerbeteiligung für die Unterstützung des Prozesses. Durch ihr beharrliches Tun gelang es, die fünf erforderlichen Kriterien zu erfüllen.

Letzte Etappe: Die Bewerbungsunterlagen für den Titel sind eingereicht

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Vor 2 Jahren begannen die Vorbereitungen. Nun ist der Titel zum Greifen nahe.

Am 13. Mai wurde von der Kampagnenleitung der Fairtrade Town-Bewegung bestätigt: Ihr Antrag ist eingegangen. Die abschließende Prüfung wird voraussichtlich 8-10 Wochen dauern.

Die Steuerungsgruppe „faires filderstadt“ ist froh, dass es geschafft ist. Alle geforderten Kriterien wurden aus ihrer Sicht erfüllt, so dass Anfang Mai die Oberbürgermeisterin Gabriele Dönig- Poppensieker und die Koordinatorin der Steuerungsgruppe Hannelore Moll die Unterschrift unter das Bewerbungsformular setzen konnten. Wenn die Prüfung nach Plan verläuft, könnte die Urkunde „Fairtrade-Town“ im Rahmen einer Gemeinderatssitzung am 27. Juli übergeben werden.

Größte Schwierigkeit bei der Erfüllung der Kriterien war es, genügend Gastronomiebetriebe zu motivieren, künftig mindestens zwei fair gehandelte Produkte in der Küche oder im Ausschank zu verwenden. Letztendlich kamen doch 6 Betriebe zusammen; gefordert waren 5.

Alle anderen Kriterien wurden mehr als erfüllt:

  • 18 Einzelhandelsgeschäfte, Supermarktketten, Apotheken etc. in Filderstadt führen mindestens zwei fair gehandelte Produkte. – Mindestanforderung waren 9 Einzelhandelsgeschäfte.
  • 7 Schulen haben sich im Rahmen des Unterrichts mit dem Thema Fairer Handel beschäftigt. Darüber hinaus wurden faire Produkte verkauft, es wurde ein faires Frühstück organisiert, es gab Faires in der Mensa. – Mindestanforderung war 1 Schule.
  • 10 Vereine haben sich an der Aktion beteiligt. Sie haben z.B. Beschlüsse gefasst, künftig fair gehandelten Kaffee auszuschenken, und sie haben im Rahmen von Bildungsveranstaltungen über den Fairen Handel informiert. Ein Fairer Kochkurs war besonderes Highlight der Vereinsaktivitäten. – Mindestanforderung war 1 Verein.
  • 5 Evangelische und 3 katholische Kirchengemeinden haben sich an der Initiative mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte beteiligt und haben im Rahmen von kirchlichen Veranstaltungen über das Thema informiert. – Mindestanforderung war 1 Kirchengemeinde.
  • In 20 Zeitungsartikeln und in einem Radiobeitrag wurde über die Aktivitäten im Zusammenhang mit der Fairtrade Town Initiative berichtet. Im Amtsblatt von Filderstadt wurden darüber hinaus fast wöchentlich Kurzbeiträge zum Thema veröffentlicht. – Mindestanforderung waren 4 Berichte in örtlichen Medien.
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Die Initiativgruppe blickt auf zwei arbeitsreiche Jahre zurück: (1. Reihe v.l.) Alexander Pfab, Joachim Lindau, Karla Ludwig, (2. Reihe v.l.) Reinhard Koppe, Hannelore Moll, Hans-Peter Becker, Thomas Haigis, Ulrike Pfab

Die Messe, die man gesehen haben muss: FAIR HANDELN

???????????????????????????????Sie findet jedes Jahr um diese Zeit auf dem Stuttgarter Messegelände statt und lohnt unbedingt einen Besuch: Die Messe FAIR HANDELN. Auch dieses Jahr hat die Initiativgruppe ff-faires filderstadt wieder Eintrittskarten für einen Messerundgang organisiert. Damit soll das komplexe Thema konkret und anschaulich erfahrbar werden. Dieses Jahr profitierten die angehenden NachhaltigkeitsmentorInnen des Filderstädter Integraprojekts davon.

???????????????????????????????Am 9. April, dem Eröffnungstag der Messe führte Reinhard Koppe von der Initiativgruppe ff-faires filderstadt die interessierte Gruppe zwei Stunden über die Messe. An sieben Ständen wurde Halt gemacht, darunter beim Forum Fairer Handel, bei Transfair, Gepa und Banafair. Doch auch das riesige Angebot der fair gehandelten Produkte beeindruckte die TeilnehmerInnen. Es geht inzwischen weit über die bekannten Artikel „Kaffee“ und „Schokolade“ hinaus. Es reicht von Kunstgegenständen,Textilien, über Wärmflaschen, bis zu Hängematten, Geldanlagen und Auslandsreisen.

Die vertieften Einblicke in die Hintergründe des Fairen Handels helfen den Mentorinnen das komplexe Thema zu verstehen und in ihrer jeweiligen Muttersprache an Familien weiterzugeben.

Wem hilft Fairtrade? Obst- und Gartenbauverein Harthausen informiert sich

Achtzehn Interessierte waren gekommen – neben den Mitgliedern des  Obst- und Gartenbauvereins Harthausen auch Oberbürgermeisterin Frau Dönig-Poppensieker.

Auch die Stadtverwaltung und Politik stehen hinter der Fairtrade-Initiative.

Auch die Stadtverwaltung und Politik stehen hinter der Fairtrade-Initiative.

„Wir brauchen Fairtrade, wenn uns Gerechtigkeit ein Anliegen ist“ so Hannelore Moll, Koordinatorin von ff- faires filderstadt. Nur so erhalten die Erzeuger einen fairen Mindestpreis und sie leiden nicht mehr unter sinkenden Weltmarktpreisen. Die zusätzliche Fairtrade-Prämie, die bei Einhaltung der Fairtrade-Kriterien an die Erzeugergruppe gezahlt wird, ermöglicht es außerdem Projekte umzusetzen, die der Gemeinschaft von Nutzen sind.

Dem Vortrag folgte eine angeregte Diskussion. Kritische Beiträge in den Medien zu einzelnen Aspekten des Fairen Handels wurden ebenso erörtert, wie Fragen, ob Fair auch immer gleich Bio ist.

Ein von SchülerInnen der Jahnschule zubereiteter fairer Abendimbiss mit Quinobällchen, Schoko-Mousse und regional-fairem Apfel-Mangosaft überzeugte alle davon, dass Fair einfach gut schmeckt.

Vielleicht wird auch der OGV Harthausen demnächst einen offiziellen Beschluss fassen, fairen Kaffee und Saft im Vereinsheim auszuschenken. In der Praxis wird es so bereits gehandhabt.

Der Obst- und Gartenbauverein diskutierte über die Wirksamkeit des Fairen Handels.

Der Obst- und Gartenbauverein diskutiert über die Wirksamkeit des Fairen Handels.

Workshop im Weltladen: Jeder Geldschein ein Wahlschein

Um nachhaltig einkaufen zu können, bedarf es Wissen. Denn ob Lebensmittel, Handys, T-Shirts oder Kosmetikartikel, die gängigen Supermarktprodukte werden meist so billig wie möglich hergestellt – oft genug zu Lasten anderer. Die eingesparten Kosten des Endpreises zahlen somit Schwächere: Produzenten mit wenig Verhandlungsmacht, Tiere und/oder die Umwelt.

ÖEN-Mentorinnen im Filderstädter Weltladen.

ÖEN-Mentorinnen im Filderstädter Weltladen.

Nachhaltiger Konsum bedeutet also nicht nur auf den Preis zu schauen, sondern auch soziale und ökologische Auswirkungen des Produktes zu berücksichtigen. Dass es gute Alternativen gibt und welche dies sind, schauten sich elf angehende ÖEN-Mentorinnen am Samstag, den 21. März im Weltladen an. In einem 3-stündigen Workshop erläuterten Hannelore Moll, Ursula Wenzel und Ulrike Pfab u.a. die Grundlagen des Fairen Handels und die Unterschiede der Siegel. Intensiv wurde diskutiert, welchen Unterschied es macht, bei einem Discounter, im Supermarkt oder eben im Weltladen ein fair gehandeltes Produkt zu kaufen. Über Aldi, Lidl und Co werden nämlich viele Menschen erreicht, die nie einen Fuß in den Weltladen setzen würden. Wenn diese nun zu fairem Kaffee, Tee oder Orangensaft greifen, hilft das den Produzenten. Denn für sie bedeutet das mehr Umsatz zu Konditionen des Fairen Handels. Über einen Einkauf von GEPA, dwp oder El Puente-Produkten im Weltladen werden die Produzentengenossenschaften jedoch umfassender und langfristiger unterstützt. Zudem fließt der Gewinn des Weltladen zu 100% in ausgewählte entwicklungspolitische Projekte.

Das ÖEN-Mentorinnen-Projekt bildet mehrsprachige engagierte Filderstädtern/innen zu Nachhaltigkeitsberater/innen aus. Sie werden in ihren jeweiligen Muttersprachen oder auf Deutsch Familien aus ihrem Umfeld Tipps geben, wie sie sozial verträglicher und umweltschonender einkaufen können, wie sie sich gesund ernähren, Strom sparen oder Schimmel im Wohnbereich vermeiden.

Nachhaltiger Konsum heißt auch sorgsamer Ressourcenverbrauch. Ursula Wenzel stellte das Projekt "Recylingtasche aus alten Safttüten" vor. Die Tasche wird im Weltladen verkauft und sichert das Einkommen von vielen philippinischen Familien.

Nachhaltiger Konsum heißt auch sorgsamer Ressourcenverbrauch. Ursula Wenzel stellte das Projekt „Recylingtasche aus alten Safttüten“ vor. Die Tasche wird im Weltladen verkauft und sichert das Einkommen von vielen philippinischen Familien.

Musikverein Bonlanden schenkt fairen Kaffee ein

Als dritter Filderstädter Blasmusikverein hat nun auch der Musikverein Harmonie Bonlanden e.V. dem fair gehandelten Kaffee den Zuschlag gegeben. In einem Vorstandsbeschluss wurde festgelegt, bei künftigen Veranstaltungen nur noch fairen Kaffee auszuschenken.

Letzteren gab es erstmalig im Januar bei der Bonländer Metzelsupp‘, wo der Musikverein Bonlanden nicht nur für die musikalische Unterhaltung, sondern auch für die Getränke verantwortlich war. Daneben wird es auch unter dem Jahr zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für den fairen Kaffee geben.

Der MVB bestreitet nämlich eine Vielzahl von Auftritten, angefangen beim traditionellen „Saifescht“ bis hin zum Jahreskonzert im Herbst. Er ist mittlerweile bekannt für sein abwechslungsreiches Repertoire von Blasmusik über Volksmusik bis2015 MV Bonlanden hin zu Rock, Pop und aktuellen Hits.

Distelklinge – fair aus Überzeugung

Fairer Saft und Zucker

Wer die Plattenhardter Distelklinge betritt, spürt es sofort: der Betrieb wird mit einer etwas anderen Philosophie geführt. Im idyllisch gelegenen Restaurant und Biergarten finden die Gäste nicht nur Ruhe, sondern vor allem eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Speise- und Getränkekarte.

Der Filderstädter-Apfel-Fairtrade-Mango-Saft, den es erst seit Oktober 2014 gibt, wurde sofort auf die Karte gesetzt. „Der Briem-Saft passt nicht nur gut in unser regionales Konzept, sondern kommt auch bei den Gästen gut an“, erklärt die Chefin Beate Kapaun. Der milde Saft mit philippinischen Mangos wird übrigens auch für das beliebte Salat-Hausdressing verwendet.

Doch damit nicht genug. Die gelernte Konditormeisterin Beate Kapaun verwendet schon lange für einige ihrer Kuchen braunen Zucker, zum Beispiel für den leckeren Zwetschgendinkelkuchen. Wer genau hinschaut, sieht auch, dass sogar die Zuckersticks neben der Kaffeetasse das Fairtrade-Logo tragen…

Faire Bälle für die Ballspielgruppe der Bruckenackerschule

Auch die Bruckenackerschule in Bernhausen hat sich an der 1. Filderstädter Fairen Woche beteiligt.

ball1Am 6. Oktober 2014 überreichte der Schulleiter Herr Pachner der Ballspielgruppe aus der Ganztagsschule – stellvertretend für die gesamte Schülerschaft – acht fair gehandelte Fußbälle vom Fairtrade-Importeur GEPA. Zudem bekamen die Kinder einen Überblick über die Vorteile und Verbesserungen für die Menschen in den Produktionsstätten durch den fairen Handel von Bällen.

Die hochwertigen Bälle sind handgenäht von Talon Sports in Pakistan. Talon Sports bietet seinen Arbeitern weit mehr als der pakistanische Durchschnittsfabrikant. So gibt es eine kostenlose Gesundheitsvorsorge für alle, auch die Familienangehörigen. Im Nähzentrum befindet sich eine kleine Vorschule, wo Kinder das Zählen und das ABC auf Urdu und Englisch lernen können.

Der Ballspielgruppe der Bruckenackerschule wurden je vier handgenähte Bälle „Teamwork white“ und „Teamwork silver“ überreicht.

Im Sport wird Fairness großgeschrieben. Auch beim Fußball spielt der faire Umgang eine wichtige Rolle. Und der Kick mit fair gehandelten Fußbällen macht das Leben der Menschen lebenswerter, die die Bälle in kleinen Nähbetrieben traditionell aus 32 Waben in rund 670 Stichen von Hand zusammennähen.

Wer Fußbälle aus Fairem Handel kauft, bekommt einen erstklassigen Ball und die Menschen dafür einen fairen Lohn, der über dem landesüblichen liegt. Neben besseren Arbeitsbedingungen, Sozialleistungen wie ärztliche Betreuung gehört auch das Recht auf Gewerkschaftsfreiheit zu den kontrollierten Kriterien des Fairen Handels. Insgesamt gehen 15% des Herstellungspreises in Sozialprojekte vor Ort.

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Geocaching mit dem Schwäbischen Albverein

???????????????????????????????????????????????????????????Spielerisch fanden 14 Personen in Bernhausen den Weg zu fairen Produkten. Die Ortsgruppe Bernhausen des Schwäbischen Albvereins hatte in der Fairen Woche für Familien und Kinder eine Schatzsuche der besonderen Art vorbereitet.

Ausgerüstet mit Koordinaten und GSP-Geräten ging es unter der fachkundigen Anleitung von Walter Völmle und Carmen Gohl auf Tour. Von der Filharmonie zum Biosupermarkt ERDI, Blumen Alber und Eisbär. Die Tour endete im EINE WELT LADEN Filderstadt.

Auf der Tour galt es Fragen rund um den Fairen Handel zu beantworten. Wer die Antwort wusste, wurde mit kleinen Preisen und Kostproben belohnt. Die Leiterin der Familiengruppe Carmen Gohl zeigte sich zufrieden: „Alle waren bis zum Schluss mit Begeisterung dabei – wir sind mit der Veranstaltung hochzufrieden.“

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